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07.03.07 Gut beraten in der Gründerzeit

SVZ online 07.03. 2007
Parchim (Christiane Großmann) • Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein eigener Chef zu werden, ist gut beraten, professionelle Unterstützung von außen anzunehmen. Diese bietet z. B. das Büro der Gründer-Offensive in Schwerin. Auch Durchstarter aus unserer Region bekamen dort schon Hilfe. Drei Jahre lang saßen die Parchimerinnen Rita Bast und Cornelia Rakette auf derselben Schulbank. Sie motivierten sich gegenseitig, sprachen einander Mut zu, wenn die Doppelbelastung von Umschulung zur Ergotherapeutin und Familie die letzten Kraftreserven aufzuzehren schien. Und dann endlich konnten sie auch die Freude über das bestandene Staatsexamen teilen. Dass eines Tages der Gedanke an eine berufliche Partnerschaft aufkam, war eigentlich nur die logische Konsequenz. Im „stillen“ Kämmerlein schmiedeten Rita Bast und Cornelia Rakette zunächst ihr Konzept von einer ergotherapeutischen Praxis. Seit dem 1. Februar 2004 sind die beiden Powerfrauen ihre eigenen Chefinnen, einen Monat später öffneten sie ihre Praxis in der Flörkestraße. Doch Rita Bast und Cornelia Rakette verließen sich bei der Planung ihrer freiberuflichen Zukunft nicht allein auf die eigenen Fähigkeiten. Sie holten sich „Starthilfe“ in Form von Rat im Büro der Günder-Offensive in Schwerin, das von der IHK sowie Handwerkskammer getragen und der Agentur für Arbeit unterstützt wird. „Wie seriös und objektiv dort mit uns umgegangen wurde, hat uns von Anfang an beeindruckt. Hier fühlt man sich gut aufgehoben und ehrlich behandelt. Wir hatten von Anfang an ein gutes Bauchgefühl“, sind die beiden Ergotherapeutinnen voll des Lobes. Das Bienchen hat sich in diesem Fall Beraterin Rita Werner verdient, die gemeinsam mit Büroleiter Klaus Rumler immer ein offenes Ohr für Leute hat, die am Startblock für eine berufliche Selbstständigkeit stehen. So wie Rita Bast und Cornelia Rakette ließen seit November 2000, als das Existenzgründerbüro seine Arbeit aufnahm, etwa 8500 bis 9000 Männer und Frauen aus Westmecklenburg und sogar einige aus Brandenburg, Rostock, Mölln und Hamburg, ihr Unternehmenskonzept abklopfen: Hat man mit dieser Geschäftsidee überhaupt eine Chance auf dem hart umkämpften Markt? Stimmen die fachlichen Voraussetzungen? Ist man Manager genug, um seine eigene Firma zu organisieren? Welche Geldquellen lassen sich anzapfen? Profitieren können die Ratsuchenden laut Rumler vom kurzen Draht seines Büros zu den Kammern, zu Bildungsträgern oder zur Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (GSA). „Bei Bedarf vereinbaren wir die Termine mit den entsprechenden Fachleuten“, bietet Rumler an. Vertreten sein wird das Existenzgründerbüro künftig regelmäßig beim IHK-Beratungstag am ersten Dienstag eines Monats. Hier treffen Gründungswillige in bewährter Weise auf einen ganzen Pool von Experten: So können sie Vertreter der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Bürgschafts- und Mittelstandsbank sowie Senior-Experten, also ehemalige Firmenchefs und Manager, mit ihren Fragen, vor allem zum Thema Finanzierung, löchern. Rita Bast und Cornelia Rakette bereuen es jedenfalls nicht, in der Gründungsphase auch auf den fachlich fundierten Rat von Außenstehenden gebaut zu haben.


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